Schützenkönige

schuetzenplatteEs ist stets etwas ganz besonderes, einen aktiven Schützentrommler als Schützenkönig kühren zu dürfen. In der 38 jährigen Geschichte des Bogenschießens kam dies insgesamt nicht all zu oft vor. Frank und Ralf Enderle machten Anfang der 90er Jahre in der Schützentrommler-Ausbildung auch das Bogenschießen zum „Pflichtfach“ , dann konnte man die Statistik steigern. Doch auch weiterhin bleibt die Tatsache bestehen, dass es gerade beim Bogenschießen außerordentlich schwer ist, Schützenkönig zu werden. Hier seht ihr die Jahrgänge, in denen uns das Glück hold war.

Jahrgang 1979 Norbert Kahl
„Norbert I.“

Erst im 12.Bogenschießen gelang es einem Schützentrommer, den Mehlsack zu erobern. Damals waren die Platten noch massiv und im Prinzip nicht eingesägt. So kam es in den ersten Jahrgängen dazu, dass mehrere Pfeile sogar als Steckschüsse im Mehlsack endeten, dieser aber nicht fiel. Doch mit 1979 schafften die Schützentrommer erstmals den Schützenkönig, wenn auch erst zum Ende des zweiten Durchganges.


Jahrgang 1995 Gordan Amann
„Gordon II.“
Was hat man nicht gehofft, geübt und große Sprüche „gerissen“. Und dann war da der Rutenmontag 1995, einer der schönsten Tage in der der Geschichte der Schützentrommler. Schon am Morgen scherzte man: „Es riecht nach Schützenkönig“. Als erster Basstrommler betrat Gordon Amann den Schießstand, wandte den Blick kurz zu Ausbilder Frank Enderle auf dem Schießstand und meinte: „Jetzt !“ Für die meisten Schützentrommler liefen die nächsten 0,76 Sekunden dann wie in Zeitlupe ab. Der Pfeil traf den Mehlsack in voller Härte, segelte zu Boden und sorgte für überschäumenden Jubel – und für ein „berauschendes Fest“ bis in die frühen Morgenstunden im Leibinger Zelt. Auch das Fest wenige Wochen später in der Bonanza von St.Konrad war unvergesslich.


Jahrgang 1999 Matthias Schober
„Matthias III.“

matthias schoberNach 4 Jahren Pause sollte unbedingt wieder der Mehlsack „nach Hause“ geholt werden. Doch lange Gesichter gab um 16.15 Uhr, als der letzte Basstrommler vom Schießstand stieg und der goldene Turm immer noch auf der Spitze der Schützenplatte thronte. Doch er thronte auch noch beim letzten Schützen der letzten Riege, der zweite Durchgang musste also entscheiden. Und jetzt roch man wieder die Chance. Und die kam tatsächlich, nach fast 4 Stunden sollten die Schützentrommler nochmals den Schießstand betreten dürfen. Und Matthias Schober machte das als unmöglich geglaubte doch noch wahr. Das Schützenkönigfest wurde in der Flugzeughalle in Weiherstobel gefeiert und war unbestritten das größte Schützentrommler-Feste alle Zeiten.


Jahrgang 2000 Manuel Günkinger

„Manuel IV“
Der letzte Schützenkönig des 2.Jahrtausends – dieser Titel wollte wohl jeder. Auch die Schütros, die in diesem Jahr besonders fleißig trainierten. Und das zahlte sich aus. Bereits nach wenigen Minuten gab es lange Gesichter bei den übrigen Schützen. Denn bereits als 12. Schütze hatte Manuel als Vortrommler den Schützenkönig-Titel erfolgreich verteidigt. Das Schützenkönigfest wurde im Vereinsheim des Fanfarenzuges Rauenspurg gefeiert.


Jahrgang 2003 Phillip Fürst
„Phillip V.“

philipp fürstLange Gesichter gab es ein Jahr zuvor, nachdem man den Hattrick nicht geschafft hatte, doch wieder schob man einige Übungsschießen ein. Und dann war Phillip Fürst der schnellste Schützenkönig aller Zeiten, denn als Fahnenschwinger betrat er als 8.Schütze den Schießstand und sorgte wenige Sekunden später für die wohl höchste Schützentrommler-Pyramide aller Zeiten, die fast so hoch war, wie die Schützenplatte.

Das Fest wurde bereits wenige Tage später mit rund 100 Besuchern und Ehemaligen im Vereinsheim des SV Schmalegg gefeiert.

 

Jahrgang 2006 Simon Maxa
Simon VI.“
simon maxa
Lange hatten die Schütros in den Trommlerproben geübt und unzählige Pfeile auf eine Holzplatte abgefeuert. Nach 3 Jahren Pause hatten sich die Mühen wieder gelohnt. Als Vorschwinger und 6.Schütze betrat Simon den Schießstand und versetzte mit einem gezielten Schuss die Kuppelnau in den Ausnahmezustand. Das Schützenkönigfest fand knapp drei Wochen später mit rund 80 Besuchern im Kleintierzüchter-Hasenheim statt.


Jahrgang 2011 Lucas Böning
„Lucas VII“

lucas BöningErneut mussten die Schützentrommler fünf Jahre warten, ehe der Mehlsack nach Hause geholt werden konnte, aber Lucas betrat als erster Vortrommler selbstbewusst den Schießstand und schon nach wenigen Minuten war die Kuppelnau in einen einzigen Freudentaumel verwandelt. Übrigens räumte Lukas mit einem lange gehegten Mythos auf. Moritz Tremmel hatte nämlich im Probeschießen den Mehlsack erzielt, das bedeutete in den Jahren zuvor meist wenig Verheißungsvolles. Das Schützenkönigfest fand kurz danach mit rund 80 Gästen im Zunftheim in Weissenau statt.


Jahrgang 2014 Claudius Merz
„Claudius VIII“
claudius merz
Nach einer dreijährigen Durststrecke konnten sich die Schütros mit Chortrommler Claudius Merz endlich und zum insgesamt achten Mal den Schützenkönigstitel sichern. Als 16. Schütze insgesamt versetzte er den blauen Platz in einen einzigen Freudestaumel. Auch bei der anschließenden Jubelrunde durch die Biergärten und Zelte auf dem Festgelände gab es viel Beifall.